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iPad-Einsatz für E-Klausuren

21.02.2011 14:19

Innovativer Test am Rechenzentrum der Universität Freiburg

Die Durchführung von E-Klausuren ist an deutschen Universitäten eine zunehmend genutzte Option, insbesondere zur Durchführung von standardisierten Massenprüfungen. Mehr Objektivität bei der Beurteilung der Prüflinge und einen geringeren Korrekturaufwand für die Lehrenden verspricht diese Technologie. Dass sie sich vorwiegend für Multiple-Choice-Fragen oder Lückentexte anbietet, lässt Gegner an der Vielseitigkeit und Eignung der Prüfungsmethode zweifeln. Doch auch in Fächern mit Klausuren ohne Multiple-Choice-Tradition wird inzwischen erfolgreich nach Lösungen zur Überwindung methodischer Defizite gesucht.

Auch auf technischer Seite ist der Einsatz von E-Klausuren weiter optimierungsbedürftig. Lange Zeit mussten sie in speziell eingerichteten Räumen mit PCs und entsprechender Software durchgeführt werden. Abgesehen vom Aufwand für die Wartung, mussten die Prüflinge eine Geräuschkulisse aus Festplatten, Lüftern und Eingabegeräten hinnehmen. Die Entwicklung mobiler Testcenter überwindet diese Probleme. Die dabei genutzten Tablet PCs sind klein, kabellos, werden über den Bildschirm bedient und können deshalb sehr flexibel eingesetzt werden.

Prof. Gerhard Schneider, der Leiter des Rechenzentrums der Universität Freiburg, und seine beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter vom Lehrstuhl für Kommunikationssysteme Dennis Wehrle und Konrad Meier testen am 1.März diese Klausurlösung mit Studierenden der Informatik. Dabei betritt die Universität Freiburg als erste in Baden-Württemberg Neuland, indem sie in Kooperation mit der eduToolbox@Bri-C GmbH in einem mobilen Testcenter iPads von Apple einsetzt. Diese sind im Gegensatz zu anderen Tablet PCs absolut geräuschlos und gewähren durch ein Minimum an Schnittstellen ein stark reduziertes Risiko für Fehleingaben oder gar Täuschungsversuche. Der Testlauf ist deshalb ein großer Schritt im nicht mehr aufzuhaltenden Wandel der Prüfungsmodalitäten an deutschen Universitäten.

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