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Anwendungsszenarien mit dem Virtual Classroom Acrobat Connect Pro

12.02.2010 13:17

Kurzzusammenfassung der Präsentationen beim 2. Connect Usertreffen in Freiburg.

woehrleAn der Uni Freiburg sind Acrobat Connect Pro und die zentrale Lernplattform CampusOnline (CLIX) über eine Schnittstelle miteinander gekoppelt. Teilnehmer/innen an Lehrveranstaltungen können direkt und ohne zusätzlichen Login in einen für die Veranstaltung eingerichteten virtuellen Raum wechseln. Neben dem Einsatz in Lehrveranstaltungen gibt es ein breites Nutzungsspektrum. Die Servicestelle E-Learning setzt Connect u. a. für Kurzschulungen und Informationsveranstaltungen für die Mitarbeiter/innen der Universität ein. Gibt es z. B. wesentliche Änderungen im Learning Management System, so wird eine Präsenz-Infoveranstaltung via Connect live übertragen und als Aufzeichnung langfristig online zur Verfügung gestellt. Damit kann ein großer Personenkreis erreicht werden. Um E-Learning breiter in der Lehre zu verankern, setzt die Servicestelle auch auf die Begeisterung der Studierenden. Sind diese von einem System überzeugt, fordern sie deren Einsatz oft bei den Dozierenden ein. „Darum arbeiten wir auch in unseren Seminaren – z. B. im BOK-Kurs „E-Kompetenzen in Studium und Beruf“ – exemplarisch mit verschiedenen E-Learning-Tools und führen eine Sitzung über Connect online durch“, so Dr. Nicole Wöhrle, die die Veranstaltung moderierte.

peetzAn der Universität Hamburg steht Connect allen Dozierenden über das Regionale Rechenzentrum zur Verfügung. Dr. Angela Peetz vom Zentralen E-Learning Büro führt mit dem Tool beispielweise das Online-Seminar „eLearner zu eTutor“ durch, in dem die Studierenden das Arbeiten im virtuellen Raum lernen. Ein interessantes Einsatzszenario von Connect war für das Projekt „International Model United Nations“ geplant, das die Uni gemeinsam mit der Uppsala University (Schweden) und der University of New South Wales (Australien) durchführte. An drei Konferenztagen trafen sich im letzten Frühjahr 29 Studierende der drei Universitäten online über ein Videoconference-System, um eine Simulation der United Nations Climate Change Conference durchzuführen. Adobe Connect sollte dabei als das führende Kommunikationstool fungieren. Von einem Hauptraum mit verschiedenen Chatfenstern aus sollten sich die Delegierten in breakout rooms verabreden können, um dort via Voice, Video Chat und Application Sharing weiter an speziellen Themen arbeiten zu können. Leider ließ sich die Idee nicht wie geplant umsetzen:
“The software has a great range of features and combines features of multiple other commonly used software like Skype and Google docs in one. It turned out that Adobe was a very unstable software, did not function with certain individual computers configurations and the university internet in Sydney even was not compatible with the software for reasons that couldn’t be discovered.

wittkeAn der Virtuellen Fachhochschule wird der Virtual Classroom in fünf Online-Fernstudiengängen eingesetzt. oncampus programmierte hierfür extra eine Schnittstelle zwischen Moodle und Connect, um eine Ergänzung zu den auf der Lernplattform möglichen a-/synchronen Kommunikationstools zu schaffen. Seit dem Wintersemester 2008/09 ist die Schnittstelle einsatzfähig. Als langwierig erwiesen sich hier weniger die technische Entwicklung und Implementierung, sondern die Lizenzverhandlungen zwischen den beteiligten Hochschulen und Adobe. „Nun ist alles, was in Moodle ist, automatisch auch in Connect“, so Andreas Wittke. Pro Lehrveranstaltung wird ein Connect-Raum angelegt, die Rollen und Rechte der User werden übernommen und jede Aufzeichnungen ist automatisch in Moodle verlinkt. Ab dem Sommersemester 2010 ist geplant, zusätzlich zu jeder Veranstaltung einen Trainingsraum für die Studierenden anzulegen, in dem diese erweiterte Rechte haben und so gemeinsam lernen und kommunizieren können. Für den Support gibt es ein externes Wiki. Im Sinne der Open-Source-Strategie von oncampus steht die Schnittstelle in Moodle auch für andere Nutzer frei zur Verfügung.

paulatDie Technischen Fakultät der Universität Freiburg testet derzeit, ob sich mit Connect die Videoconferencing-Systeme komplett ersetzen lassen.Außerdem wird Connect als Ergänzung zum vorhandenen Videokonferenzsystem für Vorstellungs- und Berufungsvorträge und für regelmäßige Arbeitssitzungen im Sonderforschungsbereich verwendet. Als problematisch nennt Wolfgang Paulat, technischer Mitarbeiter der Fakultät, in erster Linie Störungen in der Audio-Übertrag, einen teils starken Versatz bei der Folienanzeige und Font-Probleme bei Powerpoint. Dem konnten alle Anwesenden nur zustimmen, da diese Probleme überall auftauchen – unabhängig vom Betriebssystem und davon, ob Connect selbst- oder fremdgehostet wird. Insbesondere die teilweise mangelhafte Tonqualität (Rauschen, Aussetzer) wurde stark kritisiert. Die Probleme sind nach Aussagen aller Hochschulvertreter nicht reproduzierbar: Das Setting kann exakt das gleiche sein – manchmal funktioniert alles wie geschmiert, manchmal eben auch nicht. Häufig muss sich ein Teilnehmer mehrfach ab- und wieder anmelden, bis sich die Audioprobleme einrenken. Zudem bietet Connect noch keine echte Plattformunabhängigkeit, da unter Linux die Desktop- und Anwendungsfreigabe nicht funktioniert. Insgesamt zieht Paulat aber eine positive Bilanz. Bei der Folienübertragung und Aufzeichnung erweist sich Connect als stabiler Ersatz für NetMeeting, das System ist einfach zu konfigurieren und flexibel einsetzbar, insbesondere bei Meetings mit Teilnehmern ohne VC-System.

mengelBei der Fernuniversität Hagen ist Adobe Connect seit 2008 flächendeckend im Einsatz. Genutzt wird es von 52 Veranstaltern und etwa 500 Studierenden, davon 27 freie Lerngruppen. Das Serverhosting übernimmt eine externe Firma. Neben den Klassikern Online-Vorlesung und Online-Seminar gibt es eine Reihe weiterer Einsatzszenarien wie Klausurkolloquien, Sprechstunden, Praxisworkshops und Informationsveranstaltungen zu den Studiengängen. Großer Bedarf besteht laut Sandro Mengel vom Institut für Bildungswissenschaft und Medienforschung an Online-Selbstlerngruppen, in denen Studierende Moderatorenrechte erhalten. Wegen der begrenzten Lizenzen dürfen die Räume allerdings nur zu bestimmten Zeiten benutzt werden. Eine Anwenderumfrage im WS 2009/10 ergab, dass die Studierenden Connect größtenteils als recht leicht bedienbar und nützlich für ihr Studium einschätzen. Gerade an einer Fernuniversität ist Connect natürlich eine willkommene Ergänzung zu dem üblichen schriftbasierten Onlinematerial, kann so doch ein direkter Kontakt zu den Dozenten und Kommilitonen hergestellt werden. Als Nachteile wurden in erster Linie die Zeitverschwendung durch technische Probleme und eine bleibende Anonymität genannt. Die abschließend von Mengel vorgestellte Auflistung mit Tipps zur Reduzierung technischer Probleme löste zustimmendes Kopfnicken bei den Anwesenden aus – hier fanden sich eigentlich alle technischen Fallstricke wieder.

meiershoferDen letzten Anwendervortrag hielt Stefan Meiershofer, der den Einsatz des Virtual Classroom im MasterOnline-Studiengang Parodontologie der Universität Freiburg demonstrierte. Derzeit studieren 40 niedergelassene Zahnärzt/innen in drei Jahrgängen berufsbegleitend. Connect wird als zentrales System neben der Lernplattform CampusOnline (Clix) für klassische Vortragsszenarien eingesetzt, bei denen ein Referent präsentiert und die Studierenden im Anschluss diskutieren. Daneben gibt es Prüfungseinheiten, in denen Studierende ihre Ergebnisse als Kurzvortrag präsentieren, der anschließend entsprechend bewertet wird. Der Zugang zu Connect erfolgt über die Lernplattform CampusOnline. Alle drei Kohorten treffen sich derzeit (zwei)wöchentlich parallel. Neben den jeweiligen Dozenten nehmen in allen Meetings zwei Teletutoren teil, die die Moderation übernehmen und bei technischen Anfragen zur Verfügung stehen. Für die Zielgruppe ist Connect ein ideales Medium, so Meiershofer. Die Mediziner können anhand von hochgeladenen Bildern und Röntgenaufnahmen z. B. aktuelle Fälle aus ihren Praxen diskutieren und standortübergreifend von den Erfahrungen ihrer Kollegen profitieren.

klingelEin nettes Add-on stellte Holger Hansen von der Stabsstelle eLearning der Ruhr-Universität Bochum mit der RUBeL-Klingel vor. Setzt man Adobe Connect z. B. als Servicetool oder für Sprechstunden ein, kann aus dem Raum heraus signalisiert werden „Hallo, hier ist jemand“. So muss man nicht die ganze Zeit kontrollieren, ob sich zwischenzeitlich jemand mit einem Anliegen eingeloggt hat. Die Klingel ist als swf-Datei über „eigene Dokumente“ integrierbar.

Kommentar zum 2. Treffen der Connect Usergroup

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