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Richtlinie zum Einsatz des Videokonferenzsystems Zoom an der Universität Freiburg

Die Universität Freiburg stellt zur Überbrückung von kapazitiven Engpässen der eigenen Videokon-ferenzsysteme in Zusammenhang mit der SARS-CoV-2-Krise ein Kontingent an Jahres-Lizenzen für die Nutzung der Videokonferenzlösung Zoom der Firma Zoom Video Communications, Inc. zur Ver-fügung. Der Einsatz von Zoom ist für Situationen vorgesehen, in welchen Präsenzveranstaltungen aufgrund der aktuellen Krisensituation nicht durchführt werden können und nicht auf universitäts-eigene Videokonferenzsysteme zurückgegriffen werden kann. Bedienstete und Studierende sind zur Nutzung von Zoom nicht verpflichtet.

Was ist Zoom?

Zoom ist eine kommerzielle, cloudbasierte Videokonferenzlösung des Anbieters Zoom Video Communications, Inc., die sich in Zusammenhang mit der derzeitigen Corona-Pandemie als das tech-nisch zuverlässigste und intuitivste Videokonferenzlösung hervorgetan hat. Bei der Zoom Video Communications, Inc. handelt es sich um ein US-amerikanisches Unternehmen mit Hauptsitz in San Jose, Kalifornien. „Zoom“ bietet eine zuverlässige Cloud-Plattform insbesondere für Video- und Audiokonferenzen auf Mobilgeräten, Desktops, Telefonen an.

Warum die Univeristät Zoom anbietet

Auf Grund der SARS-CoV-2-Krisensituation steht die Universität aktuell vor der großen Herausforderung, Präsenzveranstaltungen in Lehre, Forschung und Verwaltung fast vollständig digital anzu-bieten. Der damit verbundene hohe Bedarf kann mit den bisher von der Universität zur Verfügung gestellten Videokonferenzsystemen nicht gedeckt werden, so dass, aufgrund der derzeit nicht reali-sierbaren Skalierung der vorhandenen Systeme, ergänzend auf cloudbasierte Online-Settings zu-rückgegriffen werden muss.

Die Universität wird besonders im Bereich der Lehre gefordert, weil sich Lehrveranstaltungen meist an große Teilnehmergruppen wenden. Technisch gesehen ist bei den meisten Videokonferenzsystemen eine Teilnehmerzahl von größer 25 schon eine größere Gruppe. Bei Zoom können bis zu 300 Teilnehmende an einer Videokonferenz teilnehmen. Die bestehenden und lokal gehosteten Systeme wie Jitsi, Adobe Connect oder BigBlueButton können zwar für viele kleine Veranstaltungen ver-wendet werden, jedoch führt die im Sommersemester 2020 erforderliche große Zahl an gleichzeitigen digitalen Lehrveranstaltungen mit erwarteten großen Teilnehmergruppen diese Systeme an die Leistungsgrenzen. So kann die Universität, insbesondere im Bereich der Lehre, ihrer gesetzlichen Aufgabenerfüllung derzeit nur nachkommen, ohne dass ergänzend Angebote von Anbietern einge-setzt werden, die nicht lokal gehostet werden können.

Im Vergleich mit anderen auf dem Markt angebotenen Systemen liefert Zoom, insbesondere bei Online-Meetings mit großen Gruppen, eine sehr hohe Qualität, ist in der Bedienung besonders anwenderfreundlich und transparent und bietet eine große Anzahl an datenschutzfreundlichen Einstellungsmöglichkeiten. Auch aufgrund der umfassenden Moderationswerkzeuge ist Zoom für den Einsatz in der Lehre derzeit am besten geeignet. Insofern haben sich die Fakultäten, insbeson-dere die Studiendekane und Studiendekaninnen, ausdrücklich für den Einsatz von Zoom ausge-sprochen.

Zoom in der Datenschutzkritik

Die Universität hat sich eingehend mit der Kritik und den Pressemeldungen über Sicherheitsmängel in Bezug auf das Videokonferenzsystem Zoom auseinandergesetzt. Zoom ist in der Corona-Krise wie kaum ein anderes System gewachsen. Aufgrund des aktuell erhöhten Bedarfs an Videokonfe-renz-Lösungen haben sich auch die Zielgruppen verschoben. Zoom richtete sich ursprünglich an eine breite Nutzerschaft im privaten und Edu-Bereich in den USA. Insofern war der Clouddienst nicht auf den Einsatz an öffentlichen Schulen und Hochschulen ausgerichtet. Insbesondere im Hin-blick auf die in Deutschland und Europa geltenden Datenschutzstandards. Mit zunehmender Nut-zung in diesen Anwendungskontexten geriet der Anbieter von Zoom in den letzten Wochen ver-mehrt in den Fokus und in die Kritik. Aufgefallen sind insbesondere mangelnder Schutz laufender Meetings vor "Zoom-Bombing", Sicherheitslücken in den Zoom-Clients und missverständliche An-gaben zur Verschlüsselung. Darüber hinaus werden die sogenannten Metadaten, wie bei vielen anderen cloudbasierten Konferenzsystemen auch, grundsätzlich auf US-Amerikanischen Servern verarbeitet.

Die Universität hat sich eingehend mit der Kritik und den Pressemeldungen über Sicherheitsmängel in Bezug auf das Videokonferenzsystem Zoom auseinandergesetzt, die Entwicklung intensiv verfolgt und sich im Hinblick auf den Einsatz von Zoom mit zahlreichen anderen Universitäten zu deren Nutzungsszenarien und Datenschutzeinstellungen ausgetauscht.
Die Zoom Video Communications, Inc. hat mit zahlreichen Maßnahmen reagiert und ihr Angebot im Hinblick auf die aufgeworfenen Kritikpunkte verbessert. An vielen Stellen wurde durch Updates in den Clients und Verbesserung der datenschutzrechtlichen Voreinstellungen bereits nachgebes-sert, Sicherheitslücken wurden geschlossen. Darüber hinaus wurde ein weiteres großes Sicher-heitspaket angekündigt.

Rechtlich wird der Einsatz von Zoom durch den Abschluss eines Vertrages zur Datenverarbeitung im Auftrag nach Art. 28 Abs. 3 EU-Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) mit dem Anbieter von Zoom abgesichert. Dieser hat sich gegenüber der Universität vertraglich dazu verpflichtet, die übermittelten personenbezogenen Daten datenschutzkonform, insbesondere nach den Grundsät-zen der DS-GVO, zu verarbeiten und ist an diese vertragliche Verpflichtung gebunden. Soweit im Rahmen der Nutzung von Zoom personenbezogene Daten auch außerhalb der EU verarbeitet wer-den, ist die Zoom Video Communications, Inc. für Non-HR-Daten für das US-Privacy Shield zertifi-ziert. Dadurch wird dem Unternehmen für personenbezogene Daten, die nicht als Beschäftigtenda-ten zu klassifizieren sind, ein angemessenes Datenschutzniveau im Sinne des Artikels 45 DS-GVO bescheinigt. Erforderliche Übermittlungen sind dadurch rechtlich zulässig. Um den Einsatz von Zoom umfassend abzusichern, wurden zusätzlich die Standarddatenschutzklauseln der EU-Kommission als geeignete Garantien für ein angemessenes Datenschutzniveau gemäß Artikel 46 Absatz 2 Buchstabe c DS-GVO geschlossen. Zoom ist dazu so konfiguriert, dass die im Rahmen der Online-Meetings unmittelbar erhobenen Daten (wie Bild, Ton, Gesprächsinhalte) grundsätzlich am nächstgelegenen Serverstandort und damit regelmäßig innerhalb der EU verarbeitet werden.

Weiter wurden zahlreiche Konfigurationen und Einstellungen vorgenommen, um Zoom im Hinblick auf den Datenschutz auf einem angemessenen Niveau einsetzen zu können. Insofern ist davon auszugehen, dass die im Rahmen des Einsatzes von Zoom anfallenden personenbezogenen Daten rechtmäßig verarbeitet werden.

Eine Registrierung von Studierenden bei Zoom ist nicht erforderlich und nicht vorgesehen. Die Teil-nahme ist unter Angabe eines Alias auch über den Browser möglich, so dass der Zoom-Client nicht heruntergeladen und installiert werden muss. Studierende können an Zoom-Meetings ohne Frei-schaltung ihres Mikrofons und/oder ihrer Kamera teilnehmen. Eine Verpflichtung der Beschäftigten und Studierenden zur Nutzung von Zoom besteht nicht, zumal grundsätzlich universitätseigene datenschutzfreundlichere Alternativen angeboten werden.

Ausführliche Informationen zum Datenschutz finden Sie in den Informationen nach Art. 13/14 EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) zum Einsatz des Video-Konferenzsystems „Zoom“ an der Universität Freiburg.

Darüber hinaus können Sie sich anhand der Hinweise der Zoom Video Communications, Inc. informieren: Empfehlungen zu Datenschutzeinstellungen, Datenschutz und Sicherheit für Zoom Video Communications, Datenschutzrichtlinien und Erläuterungen dazu (Stand 29.3.2020), Erklärung von Zoom zur Behebungen von Problemen in Apps für iOS und iPadOS (Stand 27.3.2020) sowie den Zoom Security Guide.

Informative Hinweise zu Datenschutz und Sicherheit bei Zoom werden auch auf den Seiten der Humboldt-Universität Berlin veröffentlicht.

Wofür darf ich Zoom nutzen?

Auch wenn grundsätzlich davon auszugehen ist, dass Zoom datenschutzrechtlich konform einge-setzt werden wird, handelt es sich um den cloudbasierten Dienst eines externen US-amerikanischen Vertragspartners. Insofern ist die Universität auf die Compliance von Zoom ange-wiesen. Gemäß den Aussagen des Anbieters werden Meeting-Inhalte nicht gespeichert oder in ir-gendeiner Form überwacht. Wenn der Zoom-Client eingesetzt wird und das Meeting nicht aufge-zeichnet wird, werden nach Angaben des Anbieters alle Inhalte verschlüsselt übertragen und nicht mitgeschnitten. Anders als bei selbst gehosteten Lösungen, hat die Universität bei der Nutzung von Zoom allerdings keinen unmittelbaren Zugriff auf die Daten und deren Verarbeitung. Daher sollte vorrangig auf die universitätseigenen Video-konferenz-Lösungen zurückgegriffen werden.

Im Rahmen von Zoom Online-Meetings dürfen keine sensiblen, vertraulichen oder geheimen Inhal-te/Daten besprochen bzw. verarbeitet werden. Es ist daher darauf zu achten, dass bei der Nutzung von Zoom keine besonders schutzbedürftigen personenbezogenen Daten und Inhalte verarbeitet oder nur in anonymisierter Form verarbeitet werden. Nachfolgend werden Beispiele für die erlaub-te Nutzung von Zoom an der Universität Freiburg angeführt. Bitte beachten Sie, dass jede Kommu-nikation sensible Daten enthalten kann.
Nach eigenen Angaben erlaubt Zoom Minderjährigen unter 16 Jahren grundsätzlich nicht, eigene Benutzerkonten anzulegen.

Was sind sensible Daten?

Zu besonders sensiblen bzw. vertraulichen Daten zählen insbesondere die in Artikel 9 der DS-GVO geregelten Kategorien von Daten wie Gesundheitsdaten, Daten über rassische oder ethnische Herkunft, religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen, Informationen zur sexuellen Orientierung. Weiter gehören dazu Daten, die gesetzlichen oder sonstigen Vertraulichkeits-, Verschwiegenheits- oder Geheimhaltungsregelungen unterliegen sowie Personalaktendaten. Insofern ist vor jeder Nutzung zu prüfen, ob Zoom für die voraussichtlichen Gesprächsinhalte geeignet ist.

Mögliche Nutzung von Zoom

Die Nutzung von Zoom ist möglich, wenn keine sensiblen personenbezogenen Daten oder Inhalte verarbeitet
werden. Typische Beispiele zur Orientierung sind:

  • Lehrveranstaltungen (ohne Aufzeichnung der Teilnehmenden),
  • Informationsveranstaltungen,
  • Öffentliche Veranstaltungen,
  • Alltagskommunikation.

 

Eingeschränkte Nutzung von Zoom

Je wahrscheinlicher die Verarbeitung von sensiblen oder vertraulichen Daten wird, desto eher müssen die Inhalte bei der Nutzung von Zoom anonymisiert verarbeitet werden. Gegebenenfalls ist die Nutzung von Zoom nicht zulässig. Typische Beispiele für "überprüfenswerte" Szenarien sind:

  • Dienstbesprechungen,
  • Gremiensitzungen,
  • Interviews, Vorträge, Konferenzen, usw.,
  • Gespräche zu sensiblen Forschungsdaten,
  • Sprechstunden, Beratungsgespräche,
  • Berufungen,
  • Bewerbungsgespräche.

 

Keine Nutzung von Zoom

Oft ist es unvermeidbar, dass besonders sensible oder vertrauliche Daten verarbeitet werden ‐ üblicherweise sind die sensiblen Daten in diesen Fällen das Gesprächsthema. Für diese Kommunikationen ist die Nutzung von Zoom nicht zulässig. Typische Beispiele sind:

  • Prüfungen,
  • Psychologische Beratungsgespräche,
  • Arzt‐ und Patientengespräche,
  • (Forschungs‐) Gespräche zu Inhalten, die unter Geheimhaltung stehen.
     

Aufzeichnen mit Zoom

Zoom bietet den Bediensteten der Universität die Möglichkeit, Online‐Meetings aufzuzeichnen. Neben ihrer eigenen Präsentation (ggfs. mit Webcam‐Video) dürfen Meetingverantwortliche grundsätzlich keine Video‐, Audiobeiträge und Chatverläufe von Teilnehmenden aufzeichnen. Die jeweiligen Meetingverantwortlichen sind für die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben verantwortlich.

Allgemeine gesetzliche Vorgaben

Es ist nicht gestattet, das nichtöffentlich gesprochene Wort anderer unbefugt aufzunehmen (§ 201 Abs. 1 Nr. 1 Strafgesetzbuch ‐StGB). Da Zoom‐Meetings an der Universität grundsätzlich in nichtöffentlicher Form durchgeführt werden, kann die Aufzeichnung einer Veranstaltung ohne Einverständnis der Betroffenen einen Verstoß gegen § 201 StGB nach sich ziehen. Es ist weder zulässig, Beiträge von Teilnehmende ohne deren Einverständnis aufzunehmen, noch dürfen Teilnehmende ihrerseits Veranstaltung aufzeichnen. Es ist dabei unerheblich, ob die Aufzeichnung mit einem Videokonferenztool selbst oder mit einem externen Programm angefertigt wird.

Datenschutzrechtliche Vorgaben

Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist die Aufzeichnung von Teilnehmenden im Rahmen von Lehrveranstaltungen nicht zulässig. Grund dafür ist, dass eine Einwilligung von teilnehmenden Studierenden im Zusammenhang mit Lehrveranstaltungen regelmäßig nicht das nach der DS‐GVO erforderliche
Freiwilligkeitskriterium erfüllt. Diese kann daher nicht rechtwirksam von den Studierenden erteilt werden.

Auch im Rahmen von Beschäftigungsverhältnissen wird aufgrund des Abhängigkeitsverhältnisses zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine Einwilligung in der Regel nicht wirksam erteilt werden können.

Insofern ist auch im Beschäftigtenkontext von der Aufzeichnung von Online‐Meetings abzusehen.

Aufzeichnungen der Meetingverantwortlichen durch sich selbst

Da die Präsentatoren oder Lehrenden grundsätzlich die Urheber ihrer Veranstaltungsinhalte und Lehrveranstaltung sind, ist es in der Regel unkritisch, wenn diese im Rahmen ihrer eigenen Online‐Veranstaltung lediglich sich selbst aufzeichnen und weder Bild‐ und Tonaufnahmen sowie sonstige Inhalte
anderer Teilnehmenden in die Aufnahme einfließen, durch welche diese identifiziert werden können.

Um versehentliche Aufnahmen der Teilnehmenden auszuschließen, ist es erforderlich, dass Kameras und Mikrophone der Teilnehmenden vor Phasen der Aufzeichnung oder während der gesamten Veranstaltung zentral deaktiviert werden. Phasen der Diskussion und Fragen sind ans Ende der Veranstaltung
zu verlegen und die Aufzeichnung zuvor zu stoppen. Rückfragen aus dem Auditorium können während der Veranstaltung unter einem Pseudonym in einem parallelen Chat gestellt und vom Veranstalter beantwortet werden.

Weitere Hinweise zur datenschutzkonformen Konfiguration und Durchführung von Online‐Meetings erhalten Sie im Leitfaden Online‐Lehre mit Zoom sowie unten unter Ziffer 8. Diese Vorgaben gelten entsprechend auch für Online‐Meetings außerhalb der Lehre und mit anderen Videokonferenzsystemen.

Datenschutzfreundliche Vorkonfiguration der Universitätslizenzen

Folgende Voreinstellungen wurden vorgenommen, um das Datenschutzniveau bei der Nutzung von Zoom im Vergleich zu den Standardeinstellungen zu erhöhen.

  1. Alle Meetings werden mit einem 9‐stelligen Passwort geschützt. Meeting‐ID und Passwort dürfen den Teilnehmenden nur in einem geschützten Rahmen bekanntgegeben werden.
  2. Warteräume vor Betreten eines Meetings für Teilnehmende sind standardmäßig gesetzt. So ist sichergestellt, dass keine Personen unkontrolliert dem Online‐Meeting beitreten können („Zoom‐
    Bombing“).
  3. Automatisches Starten der Kamera und Freigabe des eigenen Audios sind beim Beitritt eines Meetings gesperrt, d.h. Teilnehmende müssen sowohl das eigene Audio und als auch die Kamera selbst einschalten. Insofern wird verhindert, dass sich die Teilnehmenden unbeabsichtigt untereinander sehen oder hören und Beiträge unfreiwillig aufgezeichnet werden.
  4. Die Freigabe von Inhalten ist für Teilnehmende im Standard deaktiviert und muss im Meeting vom Meetingverantwortlichen bei Bedarf aktiviert werden. So wird verhindert, dass Teilnehmende unkontrolliert Inhalte teilen können („Zoom‐Bombing“)
  5. Die Leitfaden Online‐Lehre mit Zoom empfiehlt Voreinstellungen für Aufzeichnungen, so dass diese nur Bildschirmfreigaben sowie Audio und Bild von Rednern enthalten. Der Chatverlauf wird nicht aufgezeichnet. Die Aufzeichnung erfolgt jeweils nur, wenn die Lehrenden dies selbst möchten
    und aktiv starten. Mit der empfohlenen Voreinstellung werden keine  Beiträge der Teilnehmenden aufgezeichnet, da diese während der Aufzeichnung stumm geschaltet sind und die Videofunktion
    deaktiviert ist.
  6. Eine Bereitstellung der Aufzeichnung erfolgt im Anschluss an die Veranstaltung nur über universitätseigene Systeme. Aufzeichnungen werden in der Zoom Cloud nach 30 Tagen automatisch gelöscht.
  7. Das Aufmerksamkeitstracking ist deaktiviert.
  8. Die Teilnehmenden werden, wenn eine Aufzeichnung gestartet wird, aufgefordert, ihre Zustimmung abzugeben. Insofern wird sichergestellt, dass alle Teilnehmenden über die Aufnahme informiert sind, auch wenn sie selbst nicht aufgezeichnet werden.
  9. Voreingestellt ist, dass nur Server in Europa und in den USA für die Meetings verwendet werden. Grundsätzlich werden die Meetings über den örtlich nächstgelegenen Server geleitet und zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich in der Regel um einen Server innerhalb der EU.

 
Teilweise wurden Einstellungen komplett gesperrt, so dass diese von den Nutzenden nicht geändert werden können. Andere Einstellungen können, soweit die datenschutzrechtlichen Bestimmungen eingehalten werden, von den Meetingverantwortlichen angepasst werden. Bei der Nutzung von Zoom in
der Lehre sind die getroffenen Voreinstellungen verpflichtend und dürfen nicht geändert werden. Soweit Meetingverantwortliche Voreinstellungen ändern, sind sie für daraus resultierende Konsequenzen datenschutzrechtlich allein verantwortlich.

Zoom-Accounts - Lizenzen für die Uni Freiburg

Das Rechenzentrum hat im Auftrag der Universität und auf Wunsch der Mehrzahl der Studiendekaninnen und ‐dekane ein Kontingent an kostenpflichtigen Zoom Accounts für 12 Monate (bis 19.04.2021) erworben. Diese Accounts ermöglichen es, Videokonferenzen mit bis zu 300 Teilnehmern ohne zeitliche Beschränkung zu halten. Ebenfalls gibt es noch zwei weitere Lizenzen, die bis zu 1000 Teilnehmer ermöglicht.

Wie bekomme ich eine solche Lizenz?

Die erworbenen Zoomlizenzen stehen Lehrenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität zur Verfügung. Die Verteilung erfolgte initial durch Meldung der Fakultäten.

Fakultätslose Einrichtungen und Personen können Ihr Interesse per Mail an vk@rz.uni-freiburg.de senden. Weitere Informationen erfolgen dann persönlich. 

Wenn Sie Interesse an der Nutzung der Lizenzen haben, die eine Teilnehmeranzahl von bis zu 1000 ermöglicht, wenden Sie sich bitte ebenfalls an vk@rz.uni-freiburg.de.  

 

Nutzung von Zoom in der Lehre

Grundsätzlich kann Zoom als Ersatz für Vorlesungsräume verwendet werden. Für die verschiedenen Szenarien in der Lehre wurden in Anlehnung an die Informationen, die das Karlsruher Institut für Technologie bereitstellt, Anleitungen erstellt, die sich auf die Situation und Einstellungen an der Universität Freiburg beziehen.

Leitfäden zum Einsatz von Zoom in der Lehre:

Zoom Guides in English

 

Der Leitfaden Online‐Lehre mit Zoom für Lehrende enthält auch verbindliche Vorgaben zur datenschutzkonformen Einstellung und Nutzung von Zoom, die von den Lehrenden zu beachten und sicherzustellen sind, insbesondere:

  • Teilnahme via PC/Laptop mit Mikrofon (und optional Webcam), Smartphone oder Telefon
  • Zugriff für Studierende über Linkeinladung/Meeting ID und Passwort im ILIAS‐Kurs
  • Studierende können mit einem selbstgewählten Alias teilnehmen, um ihren Namen gegenüber Zoom nicht offenlegen zu müssen
  • Teilnahme mit Video/Audio auf freiwilliger Basis, um einen persönlichen Austausch und individuelle
    Interaktionen zu ermöglichen (bei Vorlesungen im Anschluss an die Aufzeichnung)

 
Im Hinblick auf die Aufzeichnung von Lehrveranstaltungen ist grundsätzlich zwischen zwei Szenarien zu unterscheiden:

Online‐Veranstaltungen mit geringer Interaktion (Vorlesungen)

Lehrende können ihren eigenen Präsentationsteil einer Online‐Vorlesung über Zoom aufzeichnen. Neben der Präsentation (ggfs. mit Webcam‐Video) dürfen Bild‐, Audiobeiträge und sonstige Inhalte von Teilnehmenden bzw. Studierenden nicht aufgezeichnet werden. Daher sind folgende Aspekte zu beachten:

  • Keine audiovisuellen Fragen während der Vorlesung. Weisen Sie Ihre Studierenden auf eine Fragerunde am Ende der Veranstaltung hin, die nicht mit aufgezeichnet wird. Im Chat können Fragen auch während der Vorlesung gestellt werden. Diese werden in der Aufzeichnung nicht
    erfasst.
  • Keine Teilnahme mit Audio und/oder Video durch die Studierenden während des Vortragsteils. Diese Einstellung kann zentral durch Sie als Lehrperson vor Beginn der Aufzeichnung durchgeführt werden (vgl. hierzu den Leitfaden für Lehrende).
  • Bereitstellung der Aufzeichnung: Die Aufzeichnung selbst erfolgt in der Zoom‐Cloud. Die direkte Bereitstellung von Aufzeichnungen über die Zoom‐Cloud ist deaktiviert, sie erfolgt durch Download und spätere Bereitstellung auf universitätseigenen Systemen, z.B. ILIAS.

Online‐Veranstaltungen mit hoher Interaktion (Seminare)

Online‐Seminare über Zoom dürfen zum Schutz von Studierendendaten nicht aufgezeichnet werden. Wer Personen ohne deren Einverständnis aufzeichnet, macht sich strafbar.

Diese Richtlinie und die damit verbundenen Dokumente werden bei Bedarf fortgeschrieben.

 

 

 

 

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