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Historie

Ein Überblick über die Geschichte des Universitätsrechenzentrums von 1966 bis heute.

Das Rechenzentrum gehört seit 1966 zu den Zentralen Einrichtungen der Universität Freiburg. Es gibt zwar schon einige Jahre zuvor Rechenanlagen im Institut für Angewandte Mathematik, doch steigende Anforderungen und erhöhtes Rechenaufkommen fordern immer größere Rechenanlagen.

1971 wird ein eigenes Gebäude aus dem Sofortprogramm des Landes Baden-Württemberg gebaut, in dem sich das Rechenzentrum bis heute befindet. Die 70er Jahre sind geprägt von ständigen Erweiterungen der zentralen Großrechen-Anlage(n). Das Freiburger Rechenzentrum wird größtes wissenschaftliches Rechenzentrum in Südbaden. Nach und nach werden Universitätsinstitute durch Telefonleitungen mit dem Großrechner in der Hermann-Herder-str. verbunden, wodurch allmählich ein die Universität überdeckendes Datenübertragungsnetz aufgebaut wird. In den 80er Jahren werden verschiedene Rechenanlagen über weite Strecken miteinander verbunden. So wird nicht nur "Rechenpower" importiert, sondern die wissenschaftliche Kommunikation erheblich erweitert. Die Möglichkeiten des Rechnereinsatzes beschränken sich jetzt nicht nur auf Rechnen und Programmiertätigkeiten, auch Text- und Bildverarbeitung nehmen zu. Damit einher geht die Notwendigkeit kompetenter Beratung und Weiterbildung der Universitätsangehörigen durch das Rechenzentrum.

Ende der 80er Jahre werden die wenige Jahre zuvor auf den Markt gekommenen Arbeitsplatzrechner (PCs) erschwinglich, die nun in den Universitätsalltag einbezogen werden können.

1990 wird die Universität Freiburg an das Wissenschaftsnetz WiN angeschlossen und das regionale Teilnetz BelWü (Baden-Württembergs extended LAN) entsteht als Verbund der wissenschaftlichen Einrichtungen, der beispielsweise den Zugang zu Hochgeschwindigkeitsrechnern ermöglicht.

Im Sommer 1991 wird ein eigenentwickeltes Informationssystem des Rechenzentrums "Info" vorgestellt, es ist sozusagen ein Vorgängermodell zukünftiger berühmter Informations- und Kommunikationssysteme, nicht zuletzt des heutigen, weltumspannenden WWW (World Wide Web).

Heute laufen Informationen und Daten der Universität über das Freiburger Universitäts-Netz (FUN) im Rechenzentrum zusammen. Hier liegt auch die Schnittstelle zwischen Universitätsnetz, dem Landesnetz Belwü und dem weltweiten Internet. Das Netz ist die Basis für die wissenschaftliche Kommunikation, internationale Kooperationen können auf dieser Grundlage ausgebaut werden. Zugänge zum Netz werden seit 2001 nicht nur über Kabel, sondern auch kabellos (wireless) an ausgewählten Orten im Campusgelände ermöglicht: mobile Kommunikation bei der Arbeit und auch zu Hause - die Daten folgen dem Benutzer und nicht umgekehrt. In den Folgejahren wird das drahtlose Netz zügig erweitert.

Strategische Dienstleistungen wie Backup, Datenbankserver, Fileserver, Lehr-/Lernplattformen, Mail- und Webservices, zentrale Viren- und SPAM-Filter, Compute-Server, PC-Cluster und vieles mehr bietet das Rechenzentrum den Mitgliedern der Universität zur Unterstützung der wissenschaftlichen Arbeit.

Von zentraler Bedeutung ist inzwischen die multimediale Kooperation via Video-Konferenzen weltweit. Dazu hat das Rechenzentrum einen modernen Videokonferenzraum eingerichtet. Arbeits- und Forschungsgruppen finden sich hier in regelmäßigen Abständen (virtuell) zusammen und vergleichen ihre Forschungsergebnisse, diskutieren und tauschen sich aus.

Ferner gibt es im Rechenzentrum neben Kursen auch vielfältige Unterstützung und Beratung, z.B. bei der Planung, der Beschaffung, dem Betrieb und dem Einsatz von IT-Systemen und Netzen, bei der Vermittlung von Software-Campuslizenzen oder bei der Diagnose von Systemstörungen.

Das Rechenzentrum hat sich als eine wichtige Einrichtung an der Universität etabliert, die allen Studierenden und Mitarbeitern für eine erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit offen steht.

Publikationen zur RZ-Geschichte

Das Rechenzentrum der Universität. Strategische IT-Dienstleistungen für die Universität. Rückblick auf 40 Jahre RZ-Geschichte. Publiziert in der Festschrift: 550 Jahre Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Band 5: Institute und Seminare seit 1945, 2006. S. 557 ff. (PDF-Format, gegenüber der Publikation weitestgehend unveränderter Text)

Ein Rückblick von den Anfängen bis 1996 - eine "Spurensuche" - ist 1996 anläßlich der 30-Jahr-Feier des Rechenzentrums im ANRUF publiziert worden: Spurensuche 1996

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